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Über uns
Die Wirtschaftsförderung der Universitätsstadt Marburg engagiert sich aktiv für die Weiterentwicklung als dynamischen und wettbewerbsstarken Wirtschaftsstandort. Ziel ist es, ein attraktives Umfeld für Unternehmen, Fachkräfte und Investitionen zu schaffen.
Mission
Gezielte Strategien und Aktionen fördern die kontinuierliche Weiterentwicklung Marburgs als Wirtschaftsstandort und steigern sowohl die Lebensqualität als auch die Attraktivität der Stadt. So schafft die Wirtschaftsförderung der Universitätsstadt einen nachhaltigen Mehrwert für bestehende Unternehmen und unterstützt Neugründungen.
Als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen fungiert die Wirtschaftsförderung als Brückenbauerin zwischen Wirtschaft und Verwaltung. In Zusammenarbeit mit der Kommunalpolitik, regionalen Partnern und Institutionen wird die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft Marburgs gezielt gestärkt. Besonders in den Bereichen Pharma und Life Sciences bietet die Stadt exzellente Voraussetzungen für Unternehmen und Fachkräfte.
Marburg setzt auf ein starkes Netzwerk, um als Wirtschaftsstandort sowohl regional als auch überregional zu überzeugen. Gleichzeitig wird der Fokus auf eine nachhaltige und zukunftsfähige Wirtschaftsstruktur sowie die Förderung einer lebendigen Innenstadt gelegt.
Unternehmensservice
Die Marburger Wirtschaftsförderung sieht sich als Dienstleisterin für die Unternehmen und als zentrale Schnittstelle zwischen Bürger*innen und Verwaltung. Neben der Organisation von Informations- und Vernetzungsveranstaltungen, Beratungstätigkeiten und der Pflege von Kooperationspartnerschaften stellt die Wirtschaftsförderung gesunde Rahmenbedingungen für die in Marburg ansässigen Unternehmen her und unterstützt in allen Belangen.
Wir wollen:
- ein kompetenter Ansprechpartner sein
- in der Verwaltung für die Bedarfe der Wirtschaft sensibilisieren
- den regelmäßigen Austausch zu den Unternehmen suchen, sei es durch Besuche mit dem Oberbürgermeister, proaktive Telefonate oder eine Unternehmensbefragung
Neben dem Unternehmensservice haben wir in unserer Strategie weitere signifikante Handlungsfelder herausgearbeitet, die wir Ihnen gern nachfolgend vorstellen möchten.
Handlungsfelder
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Innenstadtentwicklung
Die Entwicklung der Marburger Innenstadt ist ein zentraler Bestandteil der Wirtschaftsförderung und hat maßgeblichen Einfluss auf zahlreiche Wirtschaftsfaktoren wie Tourismus, Einzelhandel, Kultur und Gastronomie. Als Aushängeschild der Stadt stellt die Innenstadt einen wichtigen Lebens-, Arbeits- und Einkaufsraum dar. Ziel ist es, diesen weiter zu entwickeln und die Attraktivität der Innenstadt langfristig zu steigern. Dies soll durch Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität, der Reduzierung von Leerständen und der Anpassung an veränderte Einkaufsverhalten und Nutzungsansprüche an den Innenstadtraum erreicht werden. Die Projekte und Maßnahmen der Innenstadt unterstützen die Resilienz der Marburger Innenstadt in der deutschlandweit sichtbaren strukturellen Transformation der Innenstädte und tragen dazu bei, dass Marburg ein attraktiver Einzelhandelsstandort bleibt. Dies geschieht u.a. in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing und anderen Verwaltungsfachdiensten wie der Stadtplanung. - Standortmarketing
Es soll eine konsistente und positive Wirtschaftsmarke Marburg aufgebaut werden, die die Vielfalt und Stärke des Wirtschaftsstandorts Marburgs in Ergänzung zu den bereits besser bekannten Stärken der Stadt betont und daneben auch die Identifikation lokaler Stakeholder mit dem Standort Marburg verbessern kann. Dazu soll Marburg in Kooperation mit den Unternehmen vor Ort als innovativer, zukunftsfähiger und attraktiver Wirtschafts-, Wissenschafts- und Lebensstandort deutschlandweit sichtbar gemacht und im überregionalen Standortwettbewerb positioniert werden. Dies dient dazu, Arbeitskräfte, Unternehmen, Investor*innen, Gründer*innen genauso wie Student*innen und Tourist*innen auf Marburg aufmerksam zu machen und im sich verschärfenden Standortwettbewerb sichtbarer zu positionieren. - Gewerbeflächenmanagement
Eine strategische und nachhaltige Entwicklung und Bereitstellung von Gewerbe- und Industrieflächen ist essenziell und sichert zum einen die wirtschaftliche Zukunft der Stadt und ermöglicht zum anderen eine verantwortungsvolle, zielgerichtete und am Bedarf orientierte Flächenentwicklung.
Der (gewerbliche) Flächendruck in der Stadt ist in allen Kategorien (Gewerbe- und Industrieflächen, (Einzel-)Handelsflächen, Büroflächen) hoch und übersteigt die verfügbaren Flächen um ein Vielfaches. Unser Ziel ist es, langfristig Entwicklungspotenziale für Gewerbeansiedlungen und -verlagerungen auch unabhängig vom Pharmastandort anbieten zu können. - Unternehmensservice
Die Bestandspflege, also die Betreuung und Unterstützung bereits ansässiger Unternehmen, ist eine der zentralen Aufgaben der Wirtschaftsförderung, da sie unmittelbar zur wirtschaftlichen Stabilität und Weiterentwicklung eines Wirtschaftsstandorts beiträgt. Durch gezielte Betreuung können Unternehmen in ihrer Entwicklung unterstützt und langfristig am Standort gehalten werden. Die Stärkung des Unternehmensservice als operative Umsetzung der Bestandspflege durch die Wirtschaftsförderung und regelmäßige Besuche bei Unternehmen vor Ort dienen dazu, individuelle Herausforderungen (z.B. Arbeitskräftemangel, Unternehmensnachfolge, Erweiterungsbedarfe) von Unternehmen frühzeitig zu erkennen und Lösungsansätze zu entwickeln, um Abwanderungen und Betriebsschließungen zu verhindern und das Wachstum von Unternehmen zu unterstützen. Wichtige Bestandteile sind z.B. die Vernetzung mit möglichen anderen Partner*innen aus der Wirtschaft, innerhalb der Stadtverwaltung oder darüber hinaus, sowie die Einnahme einer Lotsen- und Unterstützerfunktion bei bürokratischen Prozessen (insb. innerhalb der Stadtverwaltung) und bei der Möglichkeit der Gewinnung von Fördermitteln auf EU-, Bundes und Landesebene. - Arbeits- und Fachkräfteversorgung
Unternehmen jeder Größe – von Start-ups bis Großunternehmen – werden durch die Wirtschaftsförderung unterstützt. Eine zukunftsfähige Weiterentwicklung und Diversifizierung der Wirtschaftsstruktur setzt voraus, dass ausreichend qualifizierte und verfügbare Arbeits- und Fachkräfte zur Verfügung stehen. Die Unternehmensbefragung 2024 bestätigt auch für Marburg einen deutlichen Bedarf – insbesondere an Personen mit beruflichem Abschluss sowie an Arbeitskräften für einfache Tätigkeiten, etwa im Einzelhandel oder in der Gastronomie.
Die Wirtschaftsförderung leistet einen aktiven Beitrag zur Arbeitskräftesicherung im Kontext des demografischen Wandels. Ziel ist es, den Arbeitskräftepool für die Region systematisch zu erweitern. Die Arbeitskräftesicherung ist eng mit der Wahrnehmung Marburgs als lebenswerter Wohn- und Arbeitsort verknüpft. Faktoren wie eine hohe Lebensqualität, ausreichender Wohnraum, kulturelle Vielfalt, eine ausgeprägte Willkommenskultur sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf tragen entscheidend zur Bindung von Fach- und Arbeitskräften bei. Die Integration ausländischer Arbeitskräfte ist in vielen Branchen eine zentrale Aufgabe bei der Sicherung der Deckung des Personalbedarfs. Die Wirtschaftsförderung unterstützt daher andere Fachdienste bei entsprechenden Maßnahmen. -
Existenzgründung
Eine aktive Gründungsförderung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes. Sie verfolgt das Ziel, die Anzahl erfolgreicher Existenzgründungen und Start-ups zu erhöhen und zukunftsweisende Geschäftsmodelle zu etablieren.
Die Wirtschaftsförderung unterstützt die Förderung von Existenzgründungen aktiv, insbesondere indem sie als Lotsin im Marburger Gründungskosmos fungiert und Zugang zu Netzwerken und relevanten Informationen vermittelt. Sie ist ein aktives Mitglied im Marburger Gründungsökosystem, steht im stetigen Austausch mit Netzwerkpartner*innen, organisiert Netzwerkevents und vertritt den Gründungsstandort Marburg auf gründungsrelevanten Veranstaltungen und Messen sowie im Rahmen der lokalen Förderberatung durch die WI-Bank. Gleichzeitig gibt es bereits zahlreiche Beratungs- und Förderangebote für Gründer*innen in Marburg, insbesondere durch die IHK Kassel-Marburg. -
Clustermanagement Pharma/Life Science
Der Pharma- und Life-Science-Sektor ist der zentrale Pfeiler der Marburger Wirtschaft. Mit über 7.000 direkt Beschäftigten vor Ort und mindestens 15.000 direkt und indirekt mit der Branche verknüpften Arbeitsplätzen in der gesamten Wertschöpfungskette – einschließlich Dienstleistern, Zulieferern projektbezogenen Fremdfirmen sowie Forschung und Entwicklung – prägt die Branche maßgeblich die wirtschaftliche Struktur der Stadt und Region. Die daraus resultierenden Gewerbesteuereinnahmen sichern seit Jahrzehnten einen Großteil des städtischen Haushalts und ermöglichen zentrale Zukunftsinvestitionen.
Marburg verfügt über eine etablierte clusterähnliche Struktur, die über den Stadtraum hinaus bis in den Landkreis und Mittelhessen wirkt. Sie verbindet industrielle Produktion mit exzellenter Forschung, beispielsweise an der Universität, insbesondere aber am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie – und besitzt so ein überregionales und internationales Profil. -
Nachhaltiges Wirtschaften
Unternehmen werden auf ihrem Weg der nachhaltigen Transformation begleitet, um die Grundlage für innovative Geschäftsmodelle und Technologien zu schaffen. Die nachhaltige Transformation der Wirtschaft ist eine zentrale Zukunftsaufgabe auf dem Weg zu einer klimaneutralen, ökologisch, sozial und ökonomisch tragfähigen Stadtentwicklung – und damit auch ein wesentlicher Bestandteil der Umsetzung des städtischen Klimaaktionsplans und Klimanotstandsbeschlusses. Diese Transformation erfordert tiefgreifende Veränderungen – bei Unternehmen, in der Stadtverwaltung und innerhalb der gesamten Stadtgesellschaft.
Gleichzeitig ist Marburg geprägt von einer lebendigen Nachhaltigkeitsszene: Initiativen, Vereine und soziale Unternehmen leben den Wandel bereits heute – etwa durch Repair-Cafés, Sharing-Modelle oder solidarische Landwirtschaft. Marburg verfügt damit bereits über gute Voraussetzungen zur Umsetzung einer „Wirtschaftsförderung 4.0“ mit Fokus auf regionale Wertschöpfung, kooperativen Wirtschaftsformen und Umweltverträglichkeit. Die Wirtschaftsförderung versteht sich in diesem Kontext als Brücke zwischen der etablierten Wirtschaft und den Nachhaltigkeitsakteur*innen der Stadtgesellschaft. Ziel ist es, Synergien zu schaffen, soziale Innovationen zu fördern und insbesondere auch neue Formen des Wirtschaftens – wie Social Entrepreneurship oder gemeinwohlorientierte Ansätze – zu unterstützen. - Innovation & Transformation
Die Zukunftsfähigkeit eines Wirtschaftsstandorts hängt entscheidend von seiner Fähigkeit ab, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und flexibel auf tiefgreifende strukturelle Veränderungen (aktuell z.B. künstliche Intelligenz) zu reagieren und die darin liegenden Chancen für die Wirtschaft insgesamt oder einzelner Branchen (z.B. Produktion, Einzelhandel, Handwerk) zu nutzen. Dafür ist ein kontinuierliches Monitoring von technologischen und wirtschaftlichen Trends erforderlich.
Die Wirtschaftsförderung setzt daher gezielt auf Maßnahmen, die Unternehmen für exogene Trends und Herausforderungen sensibilisieren und den Austausch und Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie innerhalb der Wirtschaft stärken und die Innovations- und Anpassungsfähigkeit von Unternehmen erhöhen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung des Austauschs und Wissenstransfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie innerhalb der Wirtschaft selbst, um den Weg von Innovationen in die praktische Anwendung zu verbessern.
Arbeitsweise
- Serviceorientiert: Die Wirtschaftsförderung erkennt die individuellen Bedürfnisse von Unternehmen und entwickelt passgenaue Lösungen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Verwaltung.
- Vernetzt: Starke Verbindungen zwischen Wirtschaft, Politik, Forschung und Verwaltung werden genutzt, um Marburg als Wirtschaftsstandort zu fördern – lokal, regional und überregional.
- Innovativ: Die Wirtschaftsförderung setzt auf kreative Ideen und zukunftsweisende Konzepte, um Marburg als zukunftsfähigen, resilienten und wettbewerbsfähigen Standort zu positionieren.
- Kooperativ: Projekte werden in enger Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen aus Stadt, Region und Land umgesetzt.
- Transparent: Die Arbeit der Wirtschaftsförderung ist für Unternehmen, Politik und Öffentlichkeit nachvollziehbar und klar kommunizie
Organisationseinheit
| Stabsstelle 15 – Stadt- und Regionalentwicklung, Wirtschaftsförderung, Statistik | |
| Barfüßerstraße 52 35037 Marburg Telefon: 06421 201-1525 E-Mail: wirtschaft@marburg-stadt.de | Montag bis Donnerstag: 08:30 – 14:00 Uhr |
